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Geschichte
Villa Rot

Die Geschichte der Villa Rot

Freiherr Raymund von Fugger hatte sich vor gut 100 Jahren in dieses Fleckchen Erde verliebt und beschloss, hier ein Landschlösschen zu errichten. Die Gemeinde Burgrieden war einverstanden und so wurde im Jahr 1912 dieses Fugger-Schlösschen erbaut, das wir heute als Museum Villa Rot kennen.
Nach Ende des 1. Weltkriegs im Jahr 1918 geriet Raymund Freiherr von Fugger in Geldnot und musste das Schlösschen verkaufen. Glücklicherweise fand sich eine reiche Käuferin. Es war Alexandra von Hornstein aus dem nahen Orsenhausen, die am 1. Oktober 1927 hier in ein leer geräumtes Haus einzog.
Um nicht so alleine zu sein, lud Alexandra ihre alte Schulfreundin Feodora Christ zu sich ein. So wohnten damals zwei junge feine Damen in diesem Schlösschen und genossen ihr Leben und ihren Luxus.

Aber Alexandra war trotzdem traurig, denn sie hatte schon mit 23 Jahren ihren Vater und ihre Mutter verloren.

Am 29. August 1932 geschah dann etwas Furchtbares: Alexandra nahm sich mit gerade einmal 29 Jahren hier im Schlösschen das Leben. Ihre Freundin Feodora setzte sie im Testament als Alleinerbin ein.

Feodora Christ lernte in München den jungen Musiker Hermann Hoenes kennen und die beiden verliebten sich ineinander. Am 10. November 1933 heiratete der Musiker Hermann Hoenes die reiche Erbin Feodora Christ.

Feodora hatte zwar von ihrer Jugendfreundin dieses Schlösschen geerbt, aber eigentlich wollte sie mit ihrem Mann Hermann in ihrer geliebten Stadt München leben. Dort spielte Hermann als Cellist in einem Orchester. Er war ein sehr begabter Musiker und er hatte eine markante Nase. Diese Nase wurde ihm leider zum Verhängnis, denn sie wurde unter Adolf Hitlers Nationalsozialisten als „Juden-Nase“ eingestuft und so verlor Hermann Hoenes seinen Platz im Orchester.
Also zogen sich Hermann und Feodora hierher aufs Land zurück, sammelten wertvolle Kunstgegenstände und lebten zusammen mit ihren Pekinesen und Schäferhunden in der Villa Rot.

Die beiden hatten keine Kinder und freuten sich immer über Besuch. Es kamen viele Musiker ins Haus. Regelmäßig besuchte sie auch ihr Dichterfreund Valerian aus Leipzig, der den beiden jedes Mal ein Gedicht zum Abschied schenkte.

Hermann Hoenes starb im Jahr 1978 und sechs Jahre später starb auch seine Frau Feodora. Die beiden hatten vor ihrem Tod ein Testament verfasst und sie hatten veranlasst, dass ihr Wohnhaus ein Museum werden soll.

Am 28. August 1992 konnte die Villa Rot ihre Tore wieder öffnen und begrüßt seither Besucher von überall her im Museum Villa Rot.

Historische Aufnahmen

Teil 1

Teil 2