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+ Malte Bruns
30. Juni bis 29. September 2019
+ Malte Bruns
Im Zentrum des künstlerischen Schaffens Malte Bruns‘ stehen menschliche Gliedmaße und Organe. Diese werden vom Künstler abgeformt, mit grellen, mitunter unnatürlich wirkenden Tönen eingefärbt und anschließend neu zusammengesetzt. Die so entwickelten grotesk erscheinen Schöpfungen wirken gleichzeitig vertraut und fremd, zerstückelt und doch lebendig. Es geht dem Bildhauer und Medienkünstler bei diesen Arbeiten nicht um die Verletzbarkeit oder gar die Zerstörung des Körpers. Vielmehr kommentiert er mit ihnen die genetischen und technischen Erweiterungen des Menschen. Hierbei stellt sich auch die Frage, welche Relevanz Begriffe wie Natürlichkeit und Evolution für die heutige Zeit besitzen, in der die Wissenschaft an die Stelle einer natürlichen Entwicklung der Spezies Mensch getreten ist.

Nicht selten spielt Bruns mit der Ambivalenz des geöffneten und fragmentierten Körpers und bewegt sich damit im Grenzbereich zwischen Ekel und Faszination.

In der Kunsthalle des Museums Villa Rot zeigt Bruns Fotografien, Videoarbeiten und Skulpturen.

 

Malte Bruns (*1984 in Bielefeld, lebt in Düsseldorf) studierte an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und an der Akademie der Bildenden Künste München. An der Kunstakademie Düsseldorf schloss er 2014 sein Studium als Meisterschüler von Georg Herold ab.

Einzelausstellungen hatte er u.a. im KIT – Kunst im Tunnel in Düsseldorf und in der Galerie Lisa Kandlhofer in Wien. 2016 war er für den Nam June Paik Award nominiert.

Malte Bruns

Malte Bruns (*1984 in Bielefeld, lebt in Düsseldorf) studierte an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und an der Akademie der Bildenden Künste München. An der Kunstakademie Düsseldorf schloss er 2014 sein Studium ab. 2017 zeigte er eine Einzelausstellung KIT – Kunst im Tunnel in Düsseldorf und in der Galerie Lisa Kandlhofer in Wien. In Gruppenausstellungen war er u.a. an Grim Tales, 2017, Cassina Projects, New York, und The One Minutes: The Pack – Impressions from OUR Family, 2016, EYE Film Instituut Nederland, Amsterdam, beteiligt. 2016 war er für den Nam June Paik Award nominiert. In seinen bildhauerischen Arbeiten, Fotografien und Videos setzt sich Bruns mit dem autarken Körper und dem Eigenleben menschlicher Gliedmaßen und Organe auseinander. Es ist nicht der versehrte Mensch, der bei Bruns im Mittelpunkt steht, sondern die Erweiterung des Menschen und seiner Fähigkeiten durch Technologie.

 

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