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Wald. Wolf. Wildnis. ¬
23. Februar - 3. Mai 2020
Wald. Wolf. Wildnis. ¬
23. Februar - 3. Mai 2020
Der Wolf kehrt zurück in unsere Wälder. Laut einem Bericht des Bundesamtes für Naturschutz sollen aktuell mehr als 100 Rudel in Deutschland leben. Was als positives Zeichen eines sich erholenden Ökosystems gelesen werden könnte, schürt in Realität zahlreiche alte und neue Ängste. Die Vorstellungen von der blutrünstigen und hinterlistigen Bestie, die sich aus Grimm’schen Märchen und mittelalterlichen Legenden speisen, scheinen tief in uns verwurzelt.

Wie kaum ein anderes Tier ist der Wolf Sinnbild für das Wilde, das nicht domestiziert und damit unberechenbar und gefährlich ist. Gleichzeitig dienen Darstellungen des freiheitliebenden Tiers als Projektionsfläche für eine Sehnsucht nach der Rückkehr zu einem natürlichen Urzustand, in dem sich unberührte Wildnis und menschliche Zivilisation gleichwertig gegenüberstehen.

Die Ausstellung, die von der Malerin Gisela Krohn initiiert wurde, nimmt die Rückkehr des Wolfes zum Anlass, um sich mit dem ambivalenten Verhältnis vom Menschen zum Wald und zur Wildnis zu beschäftigen.

Die gezeigten Werke der 22 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler, Designerinnen und Spieleentwickler visualisieren die verschiedenen Aspekte des Themas und zeigen den Wolf und andere Tiere im Spannungsfeld zwischen Mythos, Faszination und Angst. Ziel der Werkschau und des Begleitprogramms ist ein aufgeklärter Blick auf den Wolf und die Hinterfragung der Bedeutung von Wildnis für unsere Zeit.       

 

Mit Werken folgender Künstler*innen

Shaarbek Amankul / Alexandra Bart / Babette Boucher / Jonas Brinker / Mark Dion / Isabelle Dutoit / Tanja Fender / Jana Francke / Malgosia Jankowska / Astrid Köhler / Gisela Krohn / Moritz Krohn / Werner Liebmann / Jarek Lustych / Irmela Maier / Nashun Nashunbatu / Barbara Quandt / Miriam Vlaming / Stephan Reusse / Lionel Sabatté / Igor Sacharow-Ross / Kiki Smith

Standing Still Video von Jonas Brinker

 

Über die Kuratorin

Gisela Krohn

Gisela Krohn (*1966 in Köln) absolvierte ihr Studium der Malerei an der Weißensee Kunsthochschule Berlin, das sie 2001 mit einem Diplom bei Prof. Hanns Schimanksy abschloss. Seither wurde ihr Werk in Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert, u.a. bei der Galerie Wittenbrink, München, der Galerie Biesenbach, Köln, Galerie Westphal, Berlin oder der Galerie FREY in Salzburg.

Das Verhältnis vom Menschen zu seiner eigenen sowie zur äußeren Natur sind immer wiederkehrende Themen die in den oft großformatigen Bildern von Krohn verhandelt werden. Folglich verfolgte sie von Anfang an die Medienberichterstattung zur Rückkehr des Wolfes. Um der zunehmenden Entfremdung und dem Willen die Natur gänzlich unter Kontrolle zu bringen, ein Symbol zu geben, gab es keine Zweifel den Wolf als Protagonisten für ein umfassenden Projekt zu wählen. Im Dialog zwischen Naturwissenschaften, bildender Kunst und verschiedenen Expertinnen und Experten entstand u.a. die Gruppenschau „Wald. Wolf. Wildnis.“, die ihre erste Station im Museum Villa Rot hat. Es sind weitere Ausstellungsstation im In- und Ausland geplant.

Über die teilnehmende Künstler*innen

Shaarbek Amankul

Shaarbek Amankul (*1959 in Bishkek, Kirgisistan) graduierte 1980 an der Staatlichen Kunstakademie Frunse und begann im Anschluss ein Geschichtsstudium an der Kirgisischen Staatlichen Universität. Shaarbek Amankul hat an zahlreichen nationalen und internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen, u.a. 2005 an der Biennale in Venedig, 2008 an der Biennale in Singapur und bei der Istanbul Biennale 2007. Der Künstler ist zudem Leiter des Bishkek Art Centers und kuratierte 2010 die erste nationale Ausstellung zeitgenössischer kirgisischer Kunst „Moving Nomad“ in der kirgisischen Hauptstadt. Ein besonderes Anliegen ist für ihn die internationale Zusammenarbeit von Künstlern und Kuratoren. Der Wolf spielt in Kirgistan eine wichtige Rolle und findet sich daher als Motiv in mehreren Werken des Künstlers.

Alexandra Bart

Alexandra Bart (*1969 in Altötting) lebt und arbeitet in Berlin. 1995 beendete sie ihre Ausbildung zur Goldschmiedin mit Gesellenprüfung. Nach beruflichen Stationen in unterschiedlichen Werkstätten in der Bundeshauptstadt, ist sie seit 2001 mit eigenem Atelier in Berlin selbstständig.             
Neben Präsentationen bei internationalen Designausstellungen, sind Ihre Stücke regelmäßig bei Galerieausstellung zu sehen, etwa bei der Galerie Mangold, Leipzig, der Galerie OONA, Berlin, der Galerie Profil Regensburg oder der Galerie Lisa Berman, Los Angelos. Ihre Werke zeigte Bart in Einzelausstellungen, u.a. bei Fritz Schmuck, Berlin und in der Galerie Deux Poissons in Tokio.

Babette Boucher

Babette Boucher (*1972 in Orléans, Frankreich) lebt und arbeitet in Marokko. Nach ihrem Studium der Bühnenmalerei am Institut d`Etudes Théatrales in Paris widmete sich die Künstlerin der Goldschmiedearbeit. So erlangt sie in Paris ein Diplom in Schmucktechnik und –Gestaltung bei Prof. Brune Boyer. Im Anschluss setzt die Künstlerin ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München fort und schloss dieses in der Goldschmiedeklasse von Otto Künzli ab. Interessiert an der Erkundung eigener Abgründe spielt die Goldschmiedin in ihren Arbeiten mit Gegensätzen und Extremen und verweist dabei immer wieder auf Märchen oder indigene Riten. In der Villa Rot zeigt sie Ketten aus Wolfszähnen.

Jonas Brinker

Jonas Brinker (*1989 in Bochum) studierte von 2012 bis 2015 im Bachelorstudiengang an der Slade School auf Fine Arts in London bildende Kunst. Anschließend setzte er sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Städelschule in Frankfurt am Main bei Prof. Douglas Gordon und Prof. Willem de Rooij fort und beendete dieses 2018 als Meisterschüler. Gaststudien führten ihn zudem zur Bezalel Academy nach Tel Aviv und an die Universität der Künste, Berlin.

Brinker konnte bereits an Gruppenausstellungen in Frankfurt am Main, San Diego, Amsterdam, London, Maastricht und Paris teilnehmen.

Mark Dion

Mark Dion (*1961 in New Bedford, Massachusetts, USA) begann 1984 sein Studium an der School of Visual Arts School in New York, das er durch eine Teilnahme am Independent Study Program des Whitney Museums of American Art ergänzte. Im Anschluss studierte er an der Hartford Art School (University of Hartford), wo er knapp 20 Jahre später die Ehrendoktorwürde entgegennahm. Der Künstler lebt in Beach Lake, Pennsylvania und in New York.
Dion stellte in international renommierten Museen wie der Tate Modern (1999), dem Museum of Modern Art (2004) oder im Rahmen der Documenta 13 aus. Im Zentrum seines künstlerischen Schaffens untersucht Dion den Einfluss dominanter Ideologien und Institutionen auf unsere Lesart von Geschichte, Wissen und Umwelt. In der Kunsthalle des Museums Villa Rot präsentiert er einen umgestürzten Hochsitz und eine Installation mit europäischen Jägerutensilien.

Isabelle Dutoit

Isabelle Dutoit (*1975 in Groß-Gerau) studierte Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main. Im Anschluss  absolvierte sie ein Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, welches Sie mit einem Diplom beendete.  Neben zahlreichen Einzelausstellungen, unter anderem im Kunstverein Heidenheim, war sie u.a. an Gruppenausstellungen im Haus am Lützowplatz (Berlin) und am Institut Mathildenhöhe (Darmstadt) beteiligt. Indem die Künstlerin unterschiedliche Bildelemente und –formen neu zusammensetzt, öffnet sie den Besuchern faszinierende Bildräume. Tiere sind ein wichtiges Element ihrer Gemälde, weshalb auch der Wolf nicht fehlen darf.

Tanja Fender

Tanja Fender (*1973 in Winogradar, Kirgisien) lebt und arbeitet in München. Obwohl die Künstlerin heute insbesondere für ihre malerischen und bildhauerischen Arbeiten bekannt ist, war Fenders Weg zur Kunst kein klassischer: Nachdem sie an der Akademie für Architektur und Bauwesen in Tomsk, Russland einen Abschluss erlangte, legte Sie in der anschließenden Ausbildung sowie dem Studium an der Akademie der bildenden Künste in München ihren Schwerpunkt auf die Glasmalerei.  In Ihren Arbeiten zeigt uns die Künstlerin einen anderen Blickwinkel auf das Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Auf Erzähltechniken von Märchen und Mythen zurückgreifend, verleiht sie den dargestellten Tieren menschliche Mimik und Gestik.

Jana Francke

Die Designerin Jana Francke (lebt und arbeitet in Berlin) studierte zunächst Kunstgeschichte und Kommunikationswissenschaften an der Freien Universität Berlin sowie Produktdesign an der dortigen Universität der Künste. Seit 2017 arbeitet sie freischaffend, unter anderem in der Produktentwicklung und im Interior Design. Aufgrund ihrer Ausbildung findet sich bei der Berliner Designerin ein sich von den anderen Künstler*innen unterscheidender Zugang zu der Kunst. In ihren Arbeiten untersucht sie die gesellschaftlichen Definitionsversuche, Vorstellungen und Rezeptionen von Gestaltung in  kulturhistorischen Prozessen. Ein gutes Beispiel hierfür sind ihre Objekte und ihr Film aus der Reihe „HYBRIS“, die sich mit Qualzuchten beschäftigen.

Malgosia Jankowska

Malgosia Janowska  (*1978 in Sochaczew, Polen) lebt und arbeitet in Berlin. Ihr Studium der Malerei und Wandmalerei absolvierte sie an der Akademie der Schönen Künste in Warschau, das sie 2003 mit einem Diplom abschloss. Seitdem sind ihre Arbeiten in zahlreichen Galerien und Museen ausgestellt worden, u.a. in der Galerie Filser & Gräf (München) und im Kunstmuseum Bochum. In ihren Grafiken entführt sie die Betrachterinnen und Betrachter in geheimnisvolle, märchenhafte Welten. Der virtuose Umgang mit dem Medium Zeichnung kann in der Villa Rot am Beispiel von zwei großformatigen Papierarbeiten bewundert werden.  

Astrid Köhler

Astrid Köhler (*1972 in München) absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Grafikdesignerin. Seit 1998 ist die Künstlerin sowie Illustratorin freischaffend in München tätig. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch einen sehr realistischen und präzisen Malstil aus. Ihr technisches Spiel mit Formen der Illusionsmalerei und ihre inhaltlichen Anspielungen auf historische Werke der Kunstgeschichte bieten den Betrachterinnen und Betrachtern weitere Deutungsebenen an.

Für die Ausstellung malte Köhler die „Big Five“ des europäischen Waldes: Wolf, Luchs, Bär, Adler und Uhu sowie drei lebensgroße Insekten, wodurch die große und die kleine Wildnis einander begegnen.

Moritz Krohn

Moritz Krohn (*1989 in Stade) studierte von 2009 bis 2013 „Virtual Design“ an der Hochschule Kaiserslautern. Bis 2017 war er als selbstständer Illustrator und Spieleentwickler in Bamberg tätig. Aktuell arbeitet er als Technical Director bei Gentle Troll Entertainment in Würzburg.

Als Spieleentwickler hat er für das Ausstellungsprojekt ein eigenes Spiel konzipiert, bei dem die Spielerinnen und Spieler auf unterschiedliche Personen aus der Vergangenheit treffen, die Einblicke über ihr Verhältnis zum Wolf geben. Darin zeigt sich, wie unterschiedlich dessen Wertung aus historischer Perspektive ist.

Werner Liebmann

Bevor Werner Liebmann  (*1951 in Königsthal) 1976 ein Malereistudium aufnahm, war er einige Jahre als Diplomchemiker tätig. Nach seinem Studium an der Hochschule für bildende Künste in Halle (Saale), wurde er Meisterschüler bei Bernhard Heisig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.  Zwischen 1992 und 2017 wurde der Grafiker und Maler als Professor für Malerei zuerst an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und im Anschluss an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee berufen.

Seine farbenfrohen, expressiven und großformatigen Malereien beeindrucken in ihrer Intensität und Dichte. In der Villa Rot zeigt er einen märchenhaften Wolf.

Jarek Lustych

Der polnische Künstler Jarek Lustych (*1961 in Warschau) studierte zwischen 1981 und 1986 an der Akademie der Bildenden Künste in Warschau. Der Preisträger der Pilar Juncosa & Joana Miró Stiftung  2005 stellte in internationalen Galerien und Museen aus. Insbesondere auf internationalen Grafik- Triennalen ist der Künstler seit den frühen 2000er Jahren stets vertreten.

Natur ist ein wiederkehrendes Thema in Lustychs Arbeiten. In der Villa Rot zeigt er eine Reihe von Fotografien, auf denen der Wald bedrohliche Augen bekommt.

Irmela Maier

Die Künstlerin Irmela Maier (*1956 in Bad Waldsee) absolvierte ein Studium zur Kunsterziehung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Im Anschluss setzte sie ihr Studium an der Académie des Beaux-Arts in Paris fort. Die Gewinnerin des Oberschwäbischen Kunstpreises (1981) stellte unter anderem im Kunstverein Wilhelmshöhe, im Kunstverein Nördlingen und im Kunstmuseum Ravensburg aus. Ihre Werke sind in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten.

Maiers Werke zeigen häufig Tiere aus recycelten Materialien, in der Villa Rot ist eine Auswahl ihrer Wolfsköpfe zu sehen.

Nashun Nashunbatu

Nashun Nashunbatu (*1969 in Ordos, China) lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Er studierte an der Fakultät für Bildende Künste der Normal Universität Inner Mongolia Hohhot (China) und arbeitete danach einige Jahre freischaffend als Künstler in Peking. Im Anschluss absolvierte er ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, welches er als Meisterschüler (2005-2006) bei Prof. John M. Armleder abschloss.

Seine beeindruckenden Malereien zeugen von der wechselhaften Beziehung zwischen Mensch und übermächtiger Natur.  

Barbara Quandt

Barbara Quandt (*1947 in Berlin) arbeitete von 1965 bis 1970 zunächst als technische Zeichnerin, bevor sie ein Studium an der Hochschule der bildenden Künste in Berlin bei Prof. Haus Kuhn absolvierte. 1978 ging sie mit einem DAAD-Stipendium nach London an die St. Martins School of Art. 1982 war sie mit einem P.S.1-Stipendium in New York. 1983–84 erhielt sie ein Atelierstipendium im Künstlerhaus Bethanien in Berlin. 2003 erhielt sie einen Lehrauftrag für Gestaltungslehre an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design in Halle. Von 2006 bis 2008 bereiste sie Russland. Die Werke der als „junge Wilde“ bekannt gewordenen Künstlerin wurden in Ausstellungen u.a. in Berlin, Potsdam, Bonn, Frankfurt, Dresden und Chicago gezeigt.

Miriam Vlaming

Miriam Vlaming (*1971 in Düsseldorf) lebt und arbeitet in Berlin. Nach einem Studium der Erziehungswissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität begann Vlaming ein Kunststudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig, das sie mit Auszeichnung abschloss. Es folgte ein Gaststudium bei Prof. Jan Dibbets in Düsseldorf und das Ende des Studiums in Leipzig als Meisterschülerin von Prof. Arno Rink. Die Werke der mehrfach mit Stipendien und Preisen ausgezeichneten Malerin sind in wichtigen deutschen Sammlungen vertreten und werden vielfach im In- und Ausland präsentiert.

Stephan Reusse

Stephan Reusse (* 1954 in Pinneberg) absolvierte eine fotojournalistische Ausbildung an der Folkwang-Schule in Essen, begann jedoch bald damit, die Gattungsgrenzen zu überwinden, um sich in unterschiedlichsten Medien, Installationen und Performances auszudrücken. Neben seinen Laserskulpturen erlangte Reusse auch Berühmtheit durch seine Porträts von wichtigen Künstlern, etwa Joseph Beuys, John Baldessari, Paul Thek oder Jeff Koons. Reusse nahm an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, darunter dem Kunstmuseum Celle, dem Folkwangmuseum Essen, H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast, Augsburg, in der Kunsthalle Rotterdam, im Musée d‘Art Contemporain, Lyon, der Kunsthalle Dortmund sowie im Rheinisches Landesmuseum Bonn. Sein Interesse für unterschiedliche technische Herangehensweisen an Fotografie ließen Reusse mit thermografischen Kameras experimentieren, was zu faszinierenden Werkreihen führte. In der Villa Rot zeigt er Wärmebildaufnahmen von Wölfen in Kanada. 

Kiki Smith

Kiki Smith (*1954 in Nürnberg) wuchs in South Orange, New Jersey auf. Sie begann ein Kunststudium an der Hartford Art School in Connecticut. 1985 absolvierte sie eine Ausbildung zur Rettungssanitäterin, die ihr wichtige Impulse für ihre spätere Kunst geben sollte. In ihrem umfangreichen Schaffen finden sich Papierarbeiten, Tapisserien, Skulpturen und Gemälde. Vor allem ihre Arbeiten, in denen Menschen und Tiere miteinander verschmelzen, sind immer wieder Thema wichtiger Ausstellungen gewesen. Zu sehen waren ihre Werke u.a. bei der Venedig Biennale 1993, bei der Documenta X. im Centre Pompidou, im San Francisco Museum of Modern Art, im Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk und im Haus der Kunst in München.

Lionel Sabatté

Lionel Sabatté (*1975 in Toulouse, Frankreich) lebt und arbeitet heute in Paris and Los Angeles.
Sein Studium der bildenden Kunst absolvierte er am Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris. Der Preisträger mehrerer Kunstpreise, u.a. dem Beijing Yishu 8 Prize und dem Drawing Now Prize, konnte seine Werke in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen in Europa, den USA und China ausstellen. In seinen Werken beschäftigt sich der Franzose zum einen mit organischen Materialien und Prozessen, etwa der Oxidation. Auf der anderen Seite sind Fragen des ökologischen Gleichgewichts zentral für seine Werke. Die Villa Rot freut sich, einen seiner bekannten Staubwölfe ausstellen zu können.

Igor Sacharow-Ross

Der deutsch-russische Künstler Igor Sacharow-Ross (*1947 in Chabarowsk, Sibirien) studierte in seiner Geburtsstadt Kunstgeschichte, Kunstgewerbe und Pädagogik an der dortigen Universität. 1971 trat er der nonkonformistischen Kunstszene bei und begann dort die ersten Underground-Aktionen und Performances in Russland. Aufgrund seiner künstlerischen Tätigkeiten wurde er 1978 aus der damaligen UdSSR ausgebürgt und erlangte 1983 die deutsche Staatsbürgerschaft (Westdeutschland). Seine Arbeiten sind national und international ausgestellt worden, u.a. bei der Biennale in Venedig (1977), im Haus der Kunst in München (1995) und im State Russian Museum in St. Petersburg (2007).

Pressestimmen & Medienbeiträge

Mit freundlicher Unterstützung

Preise

Erwachsene 6,00 €
StudentInnen, SeniorInnen, Schwäbische Zeitung AboKarte, Gruppen ab 10
Personen 4,00 € p.P.
SchülerInnen 1,50 €
Familien 10,00 €

Öffnungszeiten während den Ausstellungen

Mi-Sa 14 – 17 Uhr I So u. Ft  11 – 17 Uhr
Café: Sa, So u Ft ab 14 Uhr
Geschlossen: Karfreitag, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester
Für Gruppen und Schulklassen sind Führungen auch gerne außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung möglich.

Anfahrt

Museum Villa Rot
Schlossweg 2
D – 88483 Burgrieden – Rot
T : +49 (0) 73 92 / 83 35
F : +49 (0) 73 92 / 1 71 90
info@villa-rot.de