Möchten Sie den Rundgang wirklich beenden?
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HIGH END. Aktuelle bildhauerische Positionen ¬
14. März - 13. Juni 2021
HIGH END. Aktuelle bildhauerische Positionen ¬
14. März - 13. Juni 2021
Die Zeiten, in denen Maschinen noch behäbige, handgemachte Hilfsmittel waren, sind vorbei. Das gegenwärtige Produkt- und Industriedesign zeichnet sich durch glatte, makellose Benutzeroberflächen aus, die sich geschmeidig dem Menschen anpassen und dessen Möglichkeiten erweitern. Diese Entwicklung geht einher mit der Automatisierung und Digitalisierung von Produktionsbedingungen, etwa dem 3D-Druck oder Lasercutverfahren.

Die veränderte Waren- und Konsumwelt prägt unseren Alltag und damit auch die Erscheinung unserer Welt. Es verwundert nicht, dass Künstlerinnen und Künstler mit Werken auf diesen Wandel reagieren, um die fluiden Grenzen zwischen Objekt, Gerät, Maschine, Apparat, Modul und Körper aufzuzeigen. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern, die sich moderne, mitunter als nicht-künstlerisch verstandene Verfahren und Optiken zu eigen machen, um so unseren Blick auf die materiellen Ästhetiken der Gegenwart schärfen.

Dass Kunst und Design keine abgetrennten Bereiche (mehr) sind, sondern sich gegenseitig beeinflussen, durchdringen und vermischen, ist keine neue Erscheinung. Bei den Kunstwerken der Ausstellung verhält es sich jedoch so, dass sie zwar mitunter an Produkte bekannter Weltkonzerne erinnern, sich ihrem Status nach aber einer eindeutigen Benutzbarkeit verweigern. Manche Details gaukeln den Besucherinnen und Besucher eine Funktion vor, erinnern bisweilen an konkrete Objekte des alltäglichen Lebens. Ein Lüftungsschlitz? Ein Knopf zur Regulierung der Lautstärke? Eine leere Vitrine mit unbestückten Präsentationsmodulen? Solche Assoziationen sind gewollt, führen aber ins Leere und dürfen, aller taktilen Reize zum Trotz, im Museumsraum nicht berührt werden.

Diese Form der technoiden Mimikry erzeugt eine Störung im Umgang mit der eigenen Umgebung und schafft es dadurch, die symbolische und soziokulturelle Bedeutung von Materialitäten und deren Wechselbeziehungen mit dem Menschen in den Fokus zu rücken. Dieser Aspekt ist in einer Zeit, in der die Digitalisierung das Materielle verflüssigt und die Logik der spätkapitalisitischen Moderne unentwegt nach Aufmerksamkeit und Singularisierung strebt, ein wichtiger Diskurs.  

Mit freundlicher Unterstützung

Preise

Erwachsene 6,00 €
StudentInnen, SeniorInnen, Schwäbische Zeitung AboKarte, Gruppen ab 10
Personen 4,00 € p.P.
SchülerInnen 1,50 €
Familien 10,00 €

Öffnungszeiten während den Ausstellungen

Mi-Sa 14 – 17 Uhr I So u. Ft  11 – 17 Uhr
Café: Sa, So u Ft ab 14 Uhr
Geschlossen: Karfreitag, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester
Für Gruppen und Schulklassen sind Führungen auch gerne außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung möglich.

Anfahrt

Museum Villa Rot
Schlossweg 2
D – 88483 Burgrieden – Rot
T : +49 (0) 73 92 / 83 35
F : +49 (0) 73 92 / 1 71 90
info@villa-rot.de