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ANDERSWELTEN. Malerei heute ¬
xxx - 21. Februar 2021
ANDERSWELTEN. Malerei heute ¬
xxx - 21. Februar 2021
DIE AUSSTELLUNG MUSS BIS AUF WEITERES GESCHLOSSEN BLEIBEN

 

Elf kurze Sekunden, das ist die Durchschnittsdauer, die Museumsbesucherinnen und -besucher im Schnitt vor einem Kunstwerk verweilen.

Mit der Ausstellung ANDERSWELTEN. Malerei heute möchte das Museum Villa Rot dieser Form der schnelllebigen Kunstbetrachtung etwas entgegensetzen. Im Zentrum der Werkschau stehen daher Gemälde, die in andere, fantastische Bildwelten entführen und Raum für Entdeckungen und Assoziationen lassen.

Ein wiederkehrender Zug der ausgestellten Werke ist dabei die Vermischung von Vertrautem und Fremden. Indem die Künstlerinnen und Künstler Motive der Populärkultur, der Kunstgeschichte oder der alltäglichen Welt nutzen und diese verfremden oder in einen ungewohnten Kontext bringen, wird unsere Wahrnehmung der Realität auf die Probe gestellt. So entstehen neue, alternative Blickwinkel oder Rückzugsorte außerhalb der erklärbaren Realität.

Innerhalb der Ausstellung lassen sich zwei Tendenzen ausmachen. Auf der einen Seit stehen Künstlerinnen und Künstler, die ihre Motive meist aus dem Bildkosmos des Internets ziehen und diese zu poetischen Inszenierungen oder irritierenden Konstellationen verdichten. Das Sampling aus Vorhandenem ist hier zentrales Ausdrucksmittel zur Beschreibung von Realität. Auf der anderen Seite stehen Werke, die sich aus einem zum Teil unterbewussten Malprozess entwickeln. Hier finden sich Hybride aus Tier und Mensch, schwebende geometrische Formen oder irreale Welten wie aus einem Science-Fiction Film.

Allen gemein ist, dass sie zu einer intensiven, sinnlichen Bildbetrachtung einladen.   

Ausstellungsbroschüre ansehen

mit Werken folgender Künstler*innen
Maxim Brandt / Jonas Burgert / Peter Nikolaus Heikenwälder / Juliane Hundertmark / Hyundeok Hwang / Hortensia Mi Kafchin / Andrey Klassen / Edith Nürnberger / Simon Pasieka / Florian Rautenberg / Rui Zhang

Über die Künstlerinnen und Künstler
Maxim Brandt

Maxim Brandt (* 1986 in Kertsch, Ukraine) studierte von 2008 bis 2015 Freie Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel bei Jürgen Partenheimer und Antje Majewski. Auslandsstipendien führten ihn nach Bandol in Frankreich und nach Guangzhou, China. Neben Einzelausstellungen in Dänemark, Trittau, Hamburg, Flensburg, Neumünster und Kiel konnte er seine Gemälde bereits in Gruppenausstellungen u.a. in der Kunsthalle und der Stadtgalerie Kiel, in der Overbeck-Gesellschaft, Lübeck, im Palais des Études, Paris, im Bellevue Arts Museum, Washington, im ukrainischen Pavillon bei der 58. Biennale in Venedig sowie in der Szydlowski Galerie, Warschau zeigen. Brandt lebt und arbeitet in Berlin.

Jonas Burgert

Jonas Burgert (*1969 in Berlin) studierte bildende Kunst an der Universität der Künste in Berlin. 1997 schloss er hier sein Studium als Meisterschüler von Prof. Dieter Hacker ab. In der Liste seiner institutionellen Einzelausstellungen finden sich renommierte Museen wie das ARP Museum Bahnhof Rolandseck, die Kestnergesellschaft Hannover, die Kunsthallen in Tübingen, Erfurt und Krems, der Hamburger Bahnhof in Berlin, die Hamburger Kunsthalle oder das Folkwang Museum, Essen. Seine Werke sind u.a. in folgenden Sammlungen vertreten: Hamburger Kunsthalle, Sammlung Falckenberg, Hamburg, Sammlung Olbricht, Essen, Saatchi Collection, London. Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin.

Foto: © Olaf Heine

Peter Nikolaus Heikenwälder

Peter Nikolaus Heikenwälder (*1972 in Hamburg) studierte zwischen 1997 und 2003 Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei den Professoren Friedemann von Stockhausen und Klais Stümpel. Von 2007 bis 2008 hatte er einen Lehrauftrag für Malerei an der Universität Flensburg. Seine Arbeiten zeigt er in Ausstellungen und bei internationalen Kunstmessen. So war er bereits bei der Art Chicago, Scope Basel, der Art Miami, der Art Toronto oder der Art Karlsruhe vertreten. Einzel- und Gruppenausstellungen brachten ihn u.a. nach China, Kanada, Österreich und Italien. In Baden-Württemberg konnten seine Arbeiten bisher nur in Eislingen und Kressbronn am Bodensee gesehen werden.

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Juliane Hundertmark

Juliane Hundertmark (*1971 in Mainz) lebt und arbeitet in Berlin. Erste Schritte in der künstlerischen Gestaltung unternahm die Künstlerin am Johann-Friedrich-Böttger-Institut in Selb/Oberfranken im Fachbereich Formgebung und Plastik. 1998 wechselte sie an die Fachhochschule für Gestaltung und Bühnenbild in Bayreuth und schloss ein Studium der bildenden Kunst an der Kunstakademie in Nürnberg ab. Ihre Werke waren international in Ausstellungen und auf Messen zu sehen; von der Art Karlsruhe über die Scope Art Fair in New York, Miami und Basel bis zur Affordable Art Fair London. Die mit dem Preis des Kunstvereins Bayreuth für junge Kunst, dem Preis der Messe für junge Kunst Leipzig und dem Großen Preis der Sparkassen-Stiftung für junge Kunst Nürnberg ausgezeichnete Künstlerin erweckt den Hoenes-Saal der Villa Rot mit ihren fantastischen Figurenwelten zum Leben.

Hyundeok Hwang

Hyundeok Hwang (*1985 in Cheongjiu, Südkorea) studierte bis 2010 Malerei an der Hannam Universität in Südkorea. 2016 kam er nach Deutschland, um an der Akademie der Bildenden Künste in München Malerei bei Prof. Markus Oehlen zu studieren. Außerhalb seiner Heimat Korea hat der Künstler bisher vor allem in der bayerischen Hauptstadt ausgestellt. Hier zeigt er seine Kunst u.a. in den Domagk-Ateliers, im Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten oder bei den Offenen Ateliers in der Fraunbergstraße. Außerdem waren seine Arbeiten im Kunstverein Ebersberg und der rk-Galerie für zeitgenössische Kunst im Ratskeller, Berlin zu sehen.

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Hortensia Mi Kafchin

Hortensia Mi Kafchin (*1986 in Galați, Rumänien) studierte an der Universität für Kunst und Design in Cluj, Rumänien. In der Folge ihres Studiums arbeitete sie als Assistentin des Malers Adrian Ghenie. Beide gehörten einer losen Gruppierung von Künstlerinnen und Künstlern, der sog. Cluj Connection, an. Hortensia Mi Kafchin nahm an Ausstellungen im Österreichischen Museum für angewandte Kunst in Wien, im Espace Culturel Louis Vuitton in Paris, auf der Biennale in Prag oder auf der Pariser Triennale teil. Mit ihrem Umzug in die deutsche Hauptstadt Berlin im Jahr 2016 konnte die Künstlerin privat und künstlerisch neue Wege beschreiten. Ihre Werke sind in u.a. in der Art Collection Telekom und der Sammlung des Centre national d’art et de culture Georges-Pompidou, Paris vertreten.

Andrey Klassen

Andrey Klassen (* 1984 in Irkutsk, Russland) machte 2004 einen Bachelor an der Kunsthochschule in seiner Heimatstadt Irkutsk. 2005 wechselte er an die Hochschule für Bildende Künste in Dresden, an der er 2012 als Meisterschüler von Prof. Ralf Kerbach abschloss. Klassen ist mit mehreren Stipendien, u.a. des Freistaats Sachsen und der Stiftung Kunstfonds Bonn, sowie mit dem DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender ausgezeichnet. Seine Arbeiten konnte er in Ausstellungen im Nationalmuseum Bukarest, im Künstlerhaus Bethanien, in der Wiener Art Foundation, im KIT – Kunst im Tunnel in Düsseldorf, im Kunsthaus Utrecht, im Kunstverein Ulm sowie in vielen weiteren Galerien und Ausstellungshäusern präsentieren. Zahlreiche öffentliche Sammlungen besitzen Arbeiten des Künstlers, u.a. die Sammlung Ostsächsische Sparkasse Dresden, die Städtische Galerie Dresden, die Deutsche Bundesbank Leipzig sowie der Kunstfonds Sachsen. Zudem ist Klassen in vielen Privatsammlungen vertreten.

Foto: Stefan Krauth

Edith Nürnberger (* in Würzburg) studierte Marketing an der Württembergischen Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie in Stuttgart sowie an der Fachhochschule Ulm. Seit 1990 widmet sie sich der bildenden Kunst und vertiefte ihr Wissen an freien Kunstakademien. Sie ist u.a. Vorstandsmitglied des Kunstvereins Senden sowie in der Künstlergilde Ulm aktiv. Seit 2007 arbeitet sie in der Ateliergemeinschaft Baracke 2 in Neu-Ulm Pfuhl. Sie ist Preisträgerin des Grafikpreises der Stadt Senden (2019) und des Gildepreises der Künstlergilde Ulm (2018). Einzelausstellungen hatte sie i.a. in Kitzingen, Wangen im Allgäu, Esslingen, Burgau und Ulm.

 

Simon Pasieka

Simon Pasieka (*1967 in Kleve) lebt und arbeitet in Paris. Er studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und war hier Meisterschüler von Prof. Malte Sartorius. Der mit mehreren Stipendien ausgezeichnete Künstler hatte Einzelausstellungen in der Städtischen Galerie Delmenhorst, der Kunsthalle Göppingen, der Kunsthalle Lingen, im Arp Museum Bahnhof Rolandseck, in den Staatlichen Museen zu Berlin, den Kunstvereinen in Gifhorn und Wolfenbüttel sowie in zahlreichen weiteren Galerien und Museen. Die Liste der Sammlungen, in denen der Künstler mit Werken vertreten ist, umfasst Namen wie die Baden-Württembergische Landesbank, die Deutsche Bank, das Museum Frieder Burda, das Germanische Nationalmuseum, das Land Niedersachen oder die Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz.

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Florian Rautenberg

Florian Rautenberg (* 1982 in Starnberg) lebt und arbeitet in Legau im Allgäu. Er studierte Kunst an der Akademie der Bildenden Künste in München bei den Professoren Hermann Pitz und Albert Hien. 2020 wurde er mit dem Förderpreis der Dr.-Rudolf-Zorn-Stiftung, 2019 mit dem Kunsthallen-Stipendium der Stadt Kempten ausgezeichnet. Seine Arbeiten zeigte der Künstler u.a. im Kunstverein Aichach, der Kunsthalle Kempten, der Galerie der Künstler in München, bei der 71. Großen Schwäbischen Kunstausstellung im Glaspalast in Augsburg und in der Alten Polizeiwache in München.

 

Zhang Rui

Rui Zhang (* 1989 in Anhui, China) studierte von 2006 bis 2010 bildende Kunst an der Kunsthochschule in Peking. 2012 wechselte sie an die Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, wo sie ihr Studium 2018 als Meisterschülerin von Prof. Wolfgang Ellenrieder abschloss. 2018 wurde sie mit dem Katalogstipendium der Hannover Rück SE, 2017 mit dem Bundespreis für Kunststudierende, dem ART-GOPEA Förderprojekt und dem DAAD-Preis ausgezeichnet. Einzelausstellungen hatte sie in der Josef Filipp Galerie in Leipzig und im Konsumverein Braunschweig. Sie war in Gruppenausstellungen u.a. im Centrespace Bristol, dem Kunstverein Wolfsburg, dem Kunstverein Ludwigshafen, der Städtischen Galerie Kubus in Hannover, der Städtischen Galerie Braunschweig, dem Neuen Pfaffenhofer Kunstverein sowie im Städtischen Museum Braunschweig vertreten.

Dyvid Cyupryn

David Czupryn (*1983 in Duisburg) studierte zwischen 2007 und 2015 an der Kunstakademie Düsseldorf Düsseldorf Kunstakademie bei Georg Herold, Lucy McKenzie und Tomma Abts. Czupryn ist Preisträger des bergischen Kunstpreises, dem Förderpreis Meererbusch sowie Stipendiat der Cité des Arts Paris. Neben Einzelausstellungen im Kunstmuseum Solingen, dem Museum Engen und der Kunsthalle Darmstadt konnte Czupryn seine Werke in Gruppenausstellungen in Nordrhein-Westfalen, Italien und Großbritannien zeigen. Der Künstler lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Mit freundlicher Unterstützung

Preise

Erwachsene 6,00 €
StudentInnen, SeniorInnen, Schwäbische Zeitung AboKarte, Gruppen ab 10
Personen 4,00 € p.P.
SchülerInnen 1,50 €
Familien 10,00 €

Öffnungszeiten während den Ausstellungen

Mi-Sa 14 – 17 Uhr I So u. Ft  11 – 17 Uhr
Café: Sa, So u Ft ab 14 Uhr
Geschlossen: Karfreitag, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester
Für Gruppen und Schulklassen sind Führungen auch gerne außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung möglich.

Anfahrt

Museum Villa Rot
Schlossweg 2
D – 88483 Burgrieden – Rot
T : +49 (0) 73 92 / 83 35
F : +49 (0) 73 92 / 1 71 90
info@villa-rot.de