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Inspiration Meisterwerk ¬
3. März - 10. Juni 2019
Inspiration Meisterwerk ¬
3. März – 10. Juni 2019
Schon immer zogen die berühmten Werke großer Meister junge Künstlerinnen und Künstler in den Bann. In früheren Jahrhunderten nahmen diese zum Teil anstrengende Reisen auf sich, um die Gemälde und Skulpturen ihrer Vorbilder zu bewundern, zu kopieren und sich an ihnen zu schulen. Im digitalen Zeitalter ist das nicht mehr nötig. Mit nur wenigen Klicks sind die Ikonen der Kunstgeschichte jederzeit sofort verfügbar, können zitiert, verändert und neu interpretiert werden. Aus dem Prinzip des Lernens durch technische Nachahmung ist ein künstlerisch freies „Copy & Paste“ geworden.

Im Zeitalter seiner digitalen Reproduzierbarkeit wird das museale Meisterwerk zum Werkstoff für neue Arbeiten, welche die damaligen Motive und Themen für unsere Zeit aufarbeiten und aktualisieren.

Die Ausstellung vereint Arbeiten von 17 Künstlerinnen und Künstlern, die in Auseinandersetzung mit Gemälden von Pieter Bruegel d. Ä., Caspar David Friedrich, Francisco de Goya, William Turner, Vincent van Gogh, Pablo Picasso und anderen entstanden. Im Fokus steht dabei die Frage, mit welchen technischen Möglichkeiten die Künstlerinnen und Künstler dem Geist der großen Meister nachspüren und welche Inhalte sie aus den historischen Beispielen wiederholen. Unter den ausgestellten Arbeiten finden sich zum Teil aufwendige fotografische, digitale, filmische, zeichnerische und skulpturale Hommagen und Zitate.

 

Mit Werken von:

Saâdane Afif / Emily Allchurch / Laura Bruce / Sven Drühl / Susi Gelb / JANUS / Mathias Kessler / Jürgen Knubben / MARCK / Hiroyuki Masuyama / Chantal Michel / Quayola / Otto Scherer / Martin Spengler / Pavèl van Houten / Claude Wall / Peter Weibel

Pressestimmen & Medienbeiträge

Saâdane Afif

Saâdane Afif (* 1970 in Vendôme, Frankreich) studierte an der École des Beaux-Arts in Bourges und an der École des Beaux Arts in Nantes. Er ist Preisträger zahlreicher Kunstpreis, u.a. des renommierten Prix Marcel Duchamp und des Prix Meurice pour l’Art Contemporain. Afif nahm an wichtigen internationalen Kunstausstellungen teil, darunter an der documenta 12 in Kassel, bei der 56. Biennale in Venedig, an der Moscow Biennale und der 8. Berlin Biennale. Einzelausstellungen hatte er unter anderem in der Kunsthalle Wien, im Centre Georges Pompidou in Paris, dem MMK in Frankfurt am Main, im Museum Folkwang in Essen und im Palais de Tokyo in Paris. Saâdane Afif lebt und arbeitet in Berlin. Im Museum Villa Rot zeigt er einen Auszug aus seinem Fountain-Archive.

Emily Allchurch

Emily Allchurch wurde 1974 auf den Kanalinseln geboren. Sie lebt und arbeitet in London. Allchurch studierte Bildhauerei; 1999 erhielt sie den Master of Arts in Sculpture des Royal College of Art, UK und 1999 den Bachelor of Fine Art (First class), Canterbury. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und zeigte ihre Werke in namhaften nationalen und internationalen Kunsthäusern. Sie nutzt das Medium der Fotografie und der digitalen Collagen, um Gemälde und Drucke alter Meister aus Versatzstücken der Gegenwart zu rekonstruieren und fügt sie zu einem nahtlosen neuen „fiktiven“ Raum.

Laura Bruce

Laura Bruce (*1959 in East Orange, New Jersey, USA) studierte Malerei an der State University of New York at New Platz, New York und Skulptur an der Slade School of Finde Art in London. 1990 zog sie nach Berlin, wo sie noch heute lebt und arbeitet. Neben Malerei, Installation und Performance bildet die Zeichnung den Schwerpunkt ihres künstlerischen Œuvres, das sie in zahlreichen privaten und öffentlichen Ausstellungshäusern zeigen konnte. In der Villa Rot zeigt sie eine 79-teilige Serie, die sich auf Goyas Caprichos beruft.

Sven Drühl

Sven Drühl (* 1968 in Nassau a. d. Lahn) lebt und arbeitet in Berlin. Drühl studierte von 1991 bis 1996 Kunst und Mathematik an der Universität in Essen. 2005 promovierte er zum Thema „Der unifomierte Künstler“. Drühl wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. durch die Grant Pollock-Krasner-Foundation, New York. Er kuratierte diverse Ausstellungen und unterrichtet an mehreren Hochschulen, darunter an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und der Goethe-Universität Frankfurt. Künstlerisch bedient es sich aus der Kunstgeschichte und überführt berühmte Motive in unterschiedliche Medien. Im Museum Villa Rot zeigt er eine Neonarbeit und ein Gemälde, die sich auf Caspar David Friedrich beziehen.

 

 

Susi Gelb

Susi Gelb (*1985 in Deutschland) lebt und arbeitet eigenen Angaben nach in Europa und in tropischen Regionen. Ihr Atelier befindet sich in München, wo sie auch an der Akademie der bildenden Künste bei Olaf Metzel, Magdalena Jetelová und Julian Rosefeldt studierte. Residencyprogramme brachten sie nach u.a. nach Südkorea, Sri Lanka, Portugal, Georgien, Belgien, Spanien und den Kosovo. Von 2010 bis 2013 organisierte sie eine Vortragsreihe mit namhaften Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt. Seit 2015 betreibt sie gemeinsam mit Niko Abramidis &NE und Quirin Brunnmeier den Ausstellungsraum easy!upstream. Im Museum Villa Rot zeigt Kommentare auf Werke von Joseph Beuys und Kasimir Malewitsch.

JANUS

JANUS (*1976 als Jan-Ulrich Schmidt in Usingen) absolvierte seine künstlerische Ausbildung an der Akademie für Bildende Künste Mainz, der Hochschule für Gestaltung Offenbach und an der Kunsthochschule Kassel. 2017/18 hatte er einen Lehrauftrag an der Universität Gießen, seit 2018 unterrichtet er an der Universität Frankfurt/ Main. Schmidt hat außerdem Abschlüsse in Bildungswissenschaften, Geschichte, Kunstgeschichte, Politikwissenschaften und „Kulturelle Bildung an Schulen“. In seinen Werken übersetzt er berühmte Kunstwerke in abstrakte Streifenbilder. Aus dieser Werkserie präsentiert er drei Arbeiten im Museum Villa Rot.

Mathias Kessler

Der österreichische, in Brooklyn lebende Künstler und Fotojournalist Mathias Kessler (*1968 in Kempten, Österreich) studierte an der School of Visual Arts, New York. Seine umfassende Ausstellungstätigkeit umfasst wichtige Institutionen in den USA, Europa und Mittelamerika. In seinen Werken befasst er sich u.a. mit unserer Auffassung von Natur. Im Museum Villa Rot präsentiert er zwei Werke, die digitale Rekonstruktionen der (fiktiven) Eislandschaft von Caspar David Friedrich beinhalten.

Jürgen Knubben

Jürgen Knubben (*1955 in Rottweil) studierte zwischen 1977 und 1982 Theologie an der Universität in Tübingen. Seit 1972 ist er als Bildhauer tätig. Darüber hinaus unterrichtet er als Theologe und Kunsterzieher und kuratiert und organisiert Ausstellungen zeitgenössischer Kunst im Dominikanermuseum und um Forum Kunst Rottweil, dessen Geschäftsführer er seit 1993 ist. Der mehrfach ausgezeichnete Künstler ist zudem Vorstandsmitglied der „Kunststiftung Erich Hauser“ und initiierte mehrfach Ausstellungsreihen, Symposien und Kunstaktionen in Baden-Württemberg. Im Museum Villa Rot zeigt er eine Arbeit, die in Auseinandersetzung mit der Büste der Nofretete entstand.

MARCK

Marck (*1964 in Zürich, Schweiz) stellt bereits seit 1982 kinetische Objekte, Filme und Installationen aus. Darüber hinaus war er als Musiker bei verschiedenen Bands und als Projektorganisator tätig. MARCK stellt seine multimedialen Werke auf Messen und in Ausstellungen auf der ganzen Welt aus. Sein Werk ist in vielzähligen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten und Besonderheit an seiner Kunst ist die Verbindung von Videokunst, Handwerk, Objektkunst und Malerei. Im Museum Villa Rot präsentiert er eine Neufassung des berühmten Gemäldes „Mädchen mit Taube“ von Pablo Picasso.

Hiroyuki Masuyama

Hiroyuki Masuyama (*1968 in Tsukuba, Japan) studierte Malerie an der Universität der Künste in Tokio. 1995 kam er durch ein Stipendium des DAAD an die Kunstakademie in Düsseldorf. Seitdem lebt und arbeitet er in Deutschland und schloss hier ein Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln ab. Heute lebt und arbeitet er in Düsseldorf. Der Künstler konnte seine Arbeiten in vielen namhaften Museen präsentieren, hierzu zählen die Kunsthallen in Hamburg, Gießen, Emden und Bremen, das Museum Frieder Burda in Baden-Baden, die Bundeskunsthalle Bonn und das Kallmann-Museum Ismaning. Im Museum Villa Rot stellt er drei aufwendig produzierte Lichtboxen zu Werken von William Turner und Caspar David Friedrich aus.

Chantal Michel

Chantal Michel (*1968 in Bern) studierte von 1989 bis 1993 Keramik an der Schule für Gestaltung Bern. Im Anschluss folgte ein Studium der Bildhauerei bei Prof. Harald Klingelhöller an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Ab 1999 realisierte sie erste Performances, aus welchen sich ihre fotografischen Arbeiten entwickelten, von denen drei im Museum Villa Rot zu sehen sind. Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin konnte ihr Werk in namhaften Institutionen, etwa dem Kunstmuseum und der Kunsthalle Bern, in der Tate Modern Liverpool, dem Sprengel Museum Hannover, dem Kunstmuseum Thun und der Venedig Biennale zeigen.

Quayola

Quayola (*1982 in Rom) zog mit 19 Jahren nach London, wo er noch heute lebt und arbeitet. Als bildender Künstler untersucht er die Verbindungen und Spannungen zwischem dem Real und Künstlichem, zwischen Geschichte und Gegenwart und dem Abstrakten und Gegenständlichen. Seine Arbeiten zeigt er unter anderem auf der Venedig Biennale, dem Victoria & Albert Museum, London, dem British Film Institute, London, Bozar in Brüssel, dem Palais de Tokyo, Paris sowie auf zahlreichen Festivals für Film und elektronische Kunst. Der vielfach ausgezeichnete Künstler hält zudem Vorträge und Reden. Ein digital erstelltes Triptychon eines Botticelli-Gemäldes ist Teil der Ausstellung im Museum Villa Rot.

Martin Spengler

Martin Spengler (* 1974 in Köln) lebt und arbeitet in München. 2003 bis 2008 studierte er Malerei an der Kunstakademie in Bremen bei Prof. Karin Kneffel, bei der er sein Studium an der Akademie der bildenden Künste in München als Meisterschüler abschloss. 2006 bis 2007 absolvierte er ein Erasmusjahr an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Prof. Manfred Pernice. Neben Ausstellung in ganz Deutschland hat er sein Werk auch in einigen Ausstellungsräumen in Württemberg gezeigt, darunter im Kunstverein Biberach, der Stiftung S BC – pro arte, Biberach, der Galerie KNOLL.art in Warthausen-Oberhöfen und dem Eislinger Kunstverein. Mit Karton und Farbe schafft er beeindruckende Skulpturen und Bildtafeln, die auf reale Städte und Gebäude Bezug nehmen. Im Museum Villa Rot zeigt er seine Version des Kölner Doms.

Pavèl van Houten

Pavèl van Houten (*1984 in Bergen op Zoom, Niederlande) studierte an der Hogeschool voor de Kunsten Utrecht und der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam. 2008 schloss er sein Studium mit einem Master of Fine Arts am renommierten Sandberg Institut in Amsterdam ab. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtet der Künstler an verschiedenen Institutionen, unter anderem an der Willem de Kooning Academie in Rotterdam, wo er heute lebt und arbeitet. Im Museum Villa Rot zeigt er eine malerische Untersuchung der Craquelé eines Gemäldes von Frans Hals.

Otto Scherer

Otto Scherer (* 1955 in Siebenbürgen / Rumänien) erhielt seine künstlerische Ausbildung in Kronstadt, Rumänien. Seit 1991 ist er als freischaffender Künstler in Pürgen tätig. Der unter anderem mit dem Johann-Georg-Fischer Kunstpreis ausgezeichnete Bildhauer konnte seine Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen in Europa zeigen. Die Arbeitsweise des Künstlers ist durchaus konzeptuell. Er sucht sich jeweils ein Thema aus, das er ein Jahr lang ausführlich bearbeitet, um sich danach einem anderen Thema zu widmen. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit betreibt Scherer den Kunstraum Stoffen, in dem er regelmäßig Kunstausstellungen mit formal-abstrakten Werken gestaltet. Das Museum Villa Rot zeigt einen Ausschnitt aus seiner Werkreihe „Hommage an die Moderne“.

Claude Wall

Claude Wall (*1951 in Eschweiler) studierte Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. 1980 – 94 lebte und arbeitete er abwechselnd in Mailand und Stuttgart. Neben weiteren Auszeichnungen erhielt er 1984 den Förderpreis für farbige Plastik des Kulturkreises im BDI, 2013 war er Preisträger des art karlsruhe Preises. Der Künstler lebt und arbeitet in Stuttgart und Berlin. Wall besucht häufig Antiquariate und Kunstauktionen. Hier findet er Material für seine Werke, die bereits auf bestehenden Arbeiten basieren, diese erweitern, kommentieren, verändern oder überlagern. Im Museum Villa Rot zeigt er eine eigene Fassung des berühmten Wanderers über dem Nebelmeer von Caspar David Friedrich.

Peter Weibel

Univ.-Prof. em. Dr. h.c. Peter Weibel (*1944 in Odessa geboren) studierte Literatur, Medizin, Logik, Philosophie und Film in Paris und Wien. Seit 1984 ist er Professor an der Universität für angewandte Kunst Wien. Von 1984 bis 1989 war er Leiter des digitalen Kunstlabors der Medienabteilung der State University of New York at Buffalo. In den Jahren von 1986 bis 1995 war er künstlerischer Leiter der Ars Electronica in Linz und von 1993 bis 1999 war er für die österreichischen Pavillons auf der Biennale in Venedig verantwortlich. Von 1993 bis 2011 war er Chefkurator der Neuen Galerie Graz. Seit 1999 ist Peter Weibel Vorsitzender und CEO des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe. In seinem Werk „Venus im Pelz“ morpht er verschiedene Frauenbildnisse der Kunstgeschichte ineinander.

Mit freundlicher Unterstützung

Preise

Erwachsene 6,00 €
StudentInnen, SeniorInnen, Schwäbische Zeitung AboKarte, Gruppen ab 10
Personen 4,00 € p.P.
SchülerInnen 1,50 €
Familien 10,00 €

Öffnungszeiten während den Ausstellungen

Mi-Sa 14 – 17 Uhr I So u. Ft  11 – 17 Uhr
Café: Sa, So u Ft ab 14 Uhr
Geschlossen: Karfreitag, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester
Für Gruppen und Schulklassen sind Führungen auch gerne außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung möglich.

Anfahrt

Museum Villa Rot
Schlossweg 2
D – 88483 Burgrieden – Rot
T : +49 (0) 73 92 / 83 35
F : +49 (0) 73 92 / 1 71 90
info@villa-rot.de