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gestochen scharf ¬
Tätowierung in der Kunst

gestochen scharf ¬

24/03/13 – 28/07/13

gestochen scharf ¬ Tätowierung in der Kunst

:Als soziale Codes sind sie fast so alt wie die Menschheit selbst: Die ersten Tätowierungen wurden im 5. und 4. Jahrtausend v. Chr. in Chile, Nordafrika und Vorderasien appliziert. Aus derselben Zeit stammt die älteste bekannte Farbtätowierung Europas, die die 1991 entdeckte Gletschermumie Ötzi ziert. Vielfältige, über den ganzen Erdball verstreute Hinweise bekräftigen die Vermutung, dass sich die Sitte des Tätowierens als Zeichen einer Gruppenzugehörigkeit oder als rituelles Symbol  in den Völkern gänzlich unabhängig voneinander entwickelt hat.

In manchen Kulturen erreichte die Kunst des unauslöschlichen Körperschmucks hohe Meisterschaft. Im 19. Jahrhundert wurde das Tätowieren schließlich auch in Europa zu einem Massenphänomen: Adelige trugen ebenso Farbpigmente unter der Haut wie die Angehörigen der untersten Bevölkerungsschichten. Doch bald wurden Tätowierte an den sozialen Rand gedrängt, als Verbrecher oder Degenerierte stigmatisiert. So erlebte die Tätowierung in den Gefängnissen eine Blütezeit bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg.
Erst Jugendkulturen wie die Punks brachten das Tattoo seit Mitte der 1970er Jahre wieder zurück in die Mitte der Gesellschaft und begründeten damit einen anhaltenden Modetrend.Schon lange sind die Körperzeichnungen kein Phänomen der Unterschicht und der Außenseiter mehr. Heute dienen Tattoos als Ausdrucksmöglichkeit für Exklusivität, Selbstdarstellung und Abgrenzung, als sexueller Reiz, Schmuck, Protestsymbol oder politische Stellungnahme.
Auch für viele Bildende Künstlerinnen und Künstler birgt die Unauslöschlichkeit der Tätowierung einen magischen Reiz. Die Haut des menschlichen oder tierischen Körpers wird zur Schreib- und Malfläche. So präsentiert die Ausstellung die künstlerische Auseinandersetzung und Interpretation der letzen 50 Jahre bis in die Gegewart um in einem Brückenschlag auch die angewandte Kunst praktizierender Tätowierer vorzustellen.

Künstler  u.a. :

Daniele Buetti
Wim Delvoye
Christian Dünow
Chris Eckert
Nathini Erber
VALIE EXPORT
 
FLATZ
Klaus Pichler
Fumie Sasabuchi
Frank Schäpel
Santiago Sierra
Timm Ulrichs
Huang Yan
Artur Zmijewski

Mit freundlicher Unterstützung
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Preise

Erwachsene 6,00 €
StudentInnen, SeniorInnen, Schwäbische Zeitung AboKarte, Gruppen ab 10
Personen 4,00 € p.P.
SchülerInnen 1,50 €
Familien 10,00 €

Öffnungszeiten

Sa 14 – 17 Uhr I So u. Ft  11 – 17 Uhr
Café: Sa, So u Ft ab 14 Uhr
Geschlossen: Karfreitag, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester
Für Gruppen und Schulklassen sind Führungen auch gerne außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung möglich.

Anfahrt

Museum Villa Rot
Schlossweg 2D – 88483 Burgrieden – Rot
T : +49 (0) 73 92 / 83 35
F : +49 (0) 73 92 / 1 71 90
info@villa-rot.de