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Alles Maskerade ¬
Fasnacht, Karneval und Mummenschanz

Alles Maskerade ¬

16/11/2014 – 22/02/2015

Alles Maskerade! ¬
Fasnacht, Karneval und Mummenschanz

:Die Ausstellung Alles Maskerade! ist Teil eines zweiteiligen Ausstellungsprojekts, das die MEWO Kunsthalle in Memmingen gemeinsam mit dem Museum Villa Rot in Burgrieden durchführt. Beide Orte liegen am Rande des Gebietes, in dem die schwäbisch-alemannische Fasnacht traditionell begangen wird.  Beide Institutionen nähern sich dem Phänomen der Maskerade und den kulturellen Hintergründen und Strukturen von Karneval- und Fasnachtstraditionen als Ausdruck einer autorisierten Anarchie auf unterschiedliche Weise.
Das Bedeutungsspektrum von Maskeraden reicht vom reinen Spiel bis zur existentiellen Handlung. Dabei kann es Ausdruck einer spielerischen Geste, aber tiefster Wünsche sein, sich für die Öffentlichkeit eine andere Identität zuzulegen. Darüber hinaus basieren Fasnacht, Fasching und Karneval als Vorboten der religiös begründeten Fastenzeit auf indigenem Brauchtum. Sei es in Europa oder Afrika, der Karibik oder Südamerika – Karneval- und Fasnachtstraditionen setzen für einige Tage gesellschaftliche Hierarchien außer Kraft. Besonders in restriktiven Gesellschaften lebt das Bedürfnis nach Narrenfreiheit.
Insbesondere Künstler haben das komplexe Spiel von Sein und Schein immer wieder in unterschiedlichen Formen thematisiert –  sei es aus autobiografischem Anlass, sei es als inszenierte Kritik an geschlechts- und rassespezifischen sozialen Normen. Insbesondere seit den 1960er Jahren haben (Performance)Künstler Maskeraden als ästhetisch-ideologische Strategie eingesetzt. Ein charakteristisches Merkmal solcher Arbeiten ist ihre Vieldeutigkeit. So kann jede Maskerade interpretiert werden als subversiver Befreiungsakt, als Ausdruck nichtoffizieller kultureller Werte, als Angriff auf die bestehende Wertehierarchie, Verteidigung von Körper und Körperlichkeit sowie ganz allgemein von randständigen Identitäten.
Im postmodernen Medienzeitalter hat die Maskerade als künstlerisches Mittel ihre einstige Wirkkraft jedoch zu einem großen Teil verloren. Paraden wie Christopher Street Day, Love Parade oder andere organisierte Massenveranstaltungen proklamieren ein Everything goes und stellen den Fun-Faktor in den Vordergrund.

: Erstmals präsentiert das Museum Villa Rot auch Werke von nachfolgenden zur Ausstellungsteilnahme eingeladenen Künstlerinnen und Künstler in der neuen Kunsthalle Villa Rot

Künstler

Phyllis Galembo (USA)
Kristof Georgen (D)
Fergus Greer (GB)
Imme van der Haak (NL)
Axel Hoedt (D)
Thomas Hörl (A)
Klaus Pichler (A)
Yinka Shonibare MBE (GB)
Jacqui Stockdale (Aus)
Jean Tinguely (CH)
Urban Camouflage (D)
Miguel Walch (A)

Eine gemeinsame Begleitpublikation (Gebunden / 112 Seiten / dt./engl. / 16 €) mit Texten von Prof. Dr. Tilman Allert, Dr. Stefanie Dathe und Dr. Axel Lapp sowie zahlreichen Abbildungen spannt den Bogen zwischen den Ausstellungen

Mit freundlicher Unterstützung
Preise

Erwachsene 6,00 €
StudentInnen, SeniorInnen, Schwäbische Zeitung AboKarte, Gruppen ab 10
Personen 4,00 € p.P.
SchülerInnen 1,50 €
Familien 10,00 €

Öffnungszeiten

Sa 14 – 17 Uhr I So u. Ft  11 – 17 Uhr
Café: Sa, So u Ft ab 14 Uhr
Geschlossen: Karfreitag, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester
Für Gruppen und Schulklassen sind Führungen auch gerne außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung möglich.

Anfahrt

Museum Villa Rot
Schlossweg 2D – 88483 Burgrieden – Rot
T : +49 (0) 73 92 / 83 35
F : +49 (0) 73 92 / 1 71 90
info@villa-rot.de